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Naturgemäß ist es um den
Kanusport zu Winterzeiten immer etwas ruhiger bestellt. Viele Aktivitäten werden
zurückgefahren. Nur das Training der aktiven Sportler ist als unentbehrliche
Vorbereitung auf die Wettkämpfe der Sommermonate ohne Unterbrechung in den
rennsporttreibenden Bochumer Vereinen weitergelaufen.
Ebenso werden die Winterabende
dazu genutzt, die Planungen für die traditionelle Internationale Ruhrregatta auf
dem Kemnader See voranzutreiben. Trotz vieler Einflussfaktoren, die die
Durchführung der Regatta immer wieder und mehr erschweren, haben die
Verantwortlichen in den vier Vereinen Bochumer Kanu-Club, Kanu-Club Wiking Bochum,
Linden-Dahlhauser Kanu-Club und Wassersportverein Bochum gemeinsam mit dem
Vorstand der Kanu-Regattagemeinschaft Bochum (KRG), der als Organisator der
Internationalen Regatta fungiert, die Schwierigkeiten besprochen und den Vorsatz
vertieft, die Regatta auch in diesem Jahr wieder erfolgreich durchzuführen.
Immer schon wurde ja
berichtet, dass durch den die Boote behindernden Wuchs der Wasserpflanze Elodea,
gleichzeitig durch im Ausland konkurrierende Veranstaltungen Nationen und
Teilnehmer aus Bochum ferngehalten werden sowie nicht zuletzt die Finanzierung
einer solchen Mammutveranstaltung über drei Tage schwieriger werden lassen.
Vor diesem Hintergrund haben
sich die Verantwortlichen in der Planung der Regatta im Juni (18.-20.6.) auf
eine intensive Vorbereitung verständigt. Wie vereinzelt berichtet wurde, haben
zwei Vereine ihren Vorständen in deren Jahreshauptversammlungen das Votum
mitgegeben, die Regatta ausfallen zu lassen (die WAZ berichtete). Leider ist der
Bericht hierüber erst sechs Wochen später veröffentlicht worden. Das Leben ging
weiter…
Allerdings hat der Vorstand
des Linden-Dahlhauser Kanu-Club sich in der Zwischenzeit dennoch dafür stark
gemacht, die Vorbereitungen und personelle Einsätze voranzutreiben. In vielen
Diskussionen wurde der Verlust der in der Welt renommierten Junioren-Regatta als
untragbar und für Bochum schmerzlichen Einschnitt gewertet.
So wurden bei der kürzlichen
Jahreshauptversammlung der KRG allein aus dem Linden-Dahlhauser Kanu-Club vier
Vorstandsmandate neu besetzt. Der Vorstand ist mit neun Mitgliedern nun fast
komplett aufgestellt und bereitet gemeinsam in routinemäßig stattfindenden
Sitzungen die Juni-Wettkämpfe auf dem Bochumer Stausee vor.
Vom LDKC sind im KRG-Vorstand
neu vertreten: Karin Montag als stellv. Regattasekretärin, Uwe Martini als
Pressesprecher, Gerd Koch als stellv. Kassierer sowie Klaus Janzen als einer der
stellv. Vorsitzenden.
Nicht nur die Lenkung der
Verantwortlichen sondern der immense Einsatz ungezählter ehrenamtlicher Helfer
mit vielen Arbeitsstunden aus den Vereinen ist es zu verdanken, dass die Regatta
gut gerüstet ist: Jeweils eine Woche vorher und nachher gilt es die Strecke und
anderen technischen Einrichtungen auf- und wieder abzubauen. Die Durchführung
selbst an mittlerweile drei Tagen verschlingt ebensolche Manpower.
Die Regatta wird in diesem
Jahr zum 58. mal organisiert. Viele Größen aus der Kanuszene haben sich in
Bochum ein Stell-dich-ein gegeben. So hatte in den Anfangsjahren der LDKC die
Regatta zunächst in Dahlhausen auf der Ruhr allein geschultert. Hier waren
Olympiasieger, Welt-, Europa- und unzählige Deutsche Meister vor allem in den
Leistungsklassen am Start. Durch eine immer größer werdende Teilnehmerzahl und
eintretenden Belastungen haben sich später die vier Bochumer Kanu-Vereine zur
KRG als Trägerverein zusammengeschlossen.
Durch Reglementänderungen der
ICF (Int. Canoe Föderation) war es trotzdem nicht mehr möglich, internationale
Wettkämpfe auf fließendem Gewässer zu veranstalten. So haben die Planungen zum
Bau des Kemnader Staussees eine geeignete Ausweichmöglichkeit ergeben.
Der Terminkalender im
Kanusport hat die Bochumer Veranstaltung seit vielen Jahrzehnten jeweils am
dritten
Juni-Wochenende fest etabliert. Allerdings haben sich die Wettkämpfe mehr hin zu
den Nachwuchsklassen Junioren bis zu Schülern und neuerdings den sog.
U23-Fahrern entwickelt.
Nicht nur die vielen Nationen
aus allen Kontinenten nutzen die Bochumer Vergleiche zur Vorbereitung auf die
sich anschließenden internationalen Meisterschaften und Olympiaden; auch
unzählige Vereinsmannschaften von deutschen Gewässern und dem angrenzenden
Ausland sind mit am Start. Vor allem die Bochumer Nachwuchsfahrer bewerten es
jährlich immer wieder als außerordentliche Freude, auf der Hausstrecke,
sozusagen „vor der Haustür Bochums“, sich mit Internationalen Größen zu messen.
Vor diesem Hintergrund hat es
alle Kanuten und die Vertreter in den öffentlichen Bereichen zufrieden gestimmt,
dass durch die Planungen und Neubesetzungen der Vorstände in den letzten Monaten
die Basis für eine Erfolg versprechende 58. Internationale Ruhrregatta gelegt
wurde.
Ralf Höfgen (Vorsitzender des LDKC),
16. April 2010
Zur Sache: Der Vorstand der KRG
| Vorsitzende: |
Beate Jankowiak |
| Stellv. Vorsitzender: |
Klaus Janzen |
| Stellv. Vorsitzender: |
Matthias Chantrain |
| Regattasekretärin: |
Antje Hinzmann |
| Stellv. Reg.sekretärin: |
Mirela Kostempski |
| Stellv. Reg.sekreätrin: |
Karin Montag |
| Kassiererin: |
Sidrid Hecker |
| Stellv. Kassierer: |
Gerd Koch |
| Pressesprecher: |
Uwe Martin |
| Techn.Leiter: |
N.N. |
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