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Kanu-Kemnade geht an den Start!

LDKC-Vorstand neu gewählt - Schon 15 Nationen gemeldet

 

Naturgemäß ist es um den Kanusport zu Winterzeiten immer etwas ruhiger bestellt. Viele Aktivitäten werden zurückgefahren. Nur das Training der aktiven Sportler ist als unentbehrliche Vorbereitung auf die Wettkämpfe der Sommermonate ohne Unterbrechung in den rennsporttreibenden Bochumer Vereinen weitergelaufen. 

Ebenso werden die Winterabende dazu genutzt, die Planungen für die traditionelle Internationale Ruhrregatta auf dem Kemnader See voranzutreiben. Trotz vieler Einflussfaktoren, die die Durchführung der Regatta immer wieder und mehr erschweren, haben die Verantwortlichen in den vier Vereinen Bochumer Kanu-Club, Kanu-Club Wiking Bochum, Linden-Dahlhauser Kanu-Club und Wassersportverein Bochum gemeinsam mit dem Vorstand der Kanu-Regattagemeinschaft Bochum (KRG), der als Organisator der Internationalen Regatta fungiert, die Schwierigkeiten besprochen und den Vorsatz vertieft, die Regatta auch in diesem Jahr wieder erfolgreich durchzuführen. 

Immer schon wurde ja berichtet, dass durch den die Boote behindernden Wuchs der Wasserpflanze Elodea, gleichzeitig durch im Ausland konkurrierende Veranstaltungen Nationen und Teilnehmer aus Bochum ferngehalten werden sowie nicht zuletzt die Finanzierung einer solchen Mammutveranstaltung über drei Tage schwieriger werden lassen.

Vor diesem Hintergrund haben sich die Verantwortlichen in der Planung der Regatta im Juni (18.-20.6.) auf eine intensive Vorbereitung verständigt. Wie vereinzelt berichtet wurde, haben zwei Vereine ihren Vorständen in deren Jahreshauptversammlungen das Votum mitgegeben, die Regatta ausfallen zu lassen (die WAZ berichtete). Leider ist der Bericht hierüber erst sechs Wochen später veröffentlicht worden. Das Leben ging weiter… 

Allerdings hat der Vorstand des Linden-Dahlhauser Kanu-Club sich in der Zwischenzeit dennoch dafür stark gemacht, die Vorbereitungen und personelle Einsätze voranzutreiben. In vielen Diskussionen wurde der Verlust der in der Welt renommierten Junioren-Regatta als untragbar und für Bochum schmerzlichen Einschnitt gewertet.

So wurden bei der kürzlichen Jahreshauptversammlung der KRG allein aus dem Linden-Dahlhauser Kanu-Club vier Vorstandsmandate neu besetzt. Der Vorstand ist mit neun Mitgliedern nun fast komplett aufgestellt und bereitet gemeinsam in routinemäßig stattfindenden Sitzungen die Juni-Wettkämpfe auf dem Bochumer Stausee vor.

Vom LDKC sind im KRG-Vorstand neu vertreten: Karin Montag als stellv. Regattasekretärin, Uwe Martini als Pressesprecher, Gerd Koch als stellv. Kassierer sowie Klaus Janzen als einer der stellv. Vorsitzenden.


Karin Montag
Uwe Martini (Pressesprecher)
Uwe Martini

Gerd Koch


Klaus Janzen

Nicht nur die Lenkung der Verantwortlichen sondern der immense Einsatz ungezählter ehrenamtlicher Helfer mit vielen Arbeitsstunden aus den Vereinen ist es zu verdanken, dass die Regatta gut gerüstet ist: Jeweils eine Woche vorher und nachher gilt es die Strecke und anderen technischen Einrichtungen auf- und wieder abzubauen. Die Durchführung selbst an mittlerweile drei Tagen verschlingt ebensolche Manpower. 

Die Regatta wird in diesem Jahr zum 58. mal organisiert. Viele Größen aus der Kanuszene haben sich in Bochum ein Stell-dich-ein gegeben. So hatte in den Anfangsjahren der LDKC die Regatta zunächst in Dahlhausen auf der Ruhr allein geschultert. Hier waren Olympiasieger, Welt-, Europa- und unzählige Deutsche Meister vor allem in den Leistungsklassen am Start. Durch eine immer größer werdende Teilnehmerzahl und eintretenden Belastungen haben sich später die vier Bochumer Kanu-Vereine zur KRG als Trägerverein zusammengeschlossen.

Durch Reglementänderungen der ICF (Int. Canoe Föderation) war es trotzdem nicht mehr möglich, internationale Wettkämpfe auf fließendem Gewässer zu veranstalten. So haben die Planungen zum Bau des Kemnader Staussees eine geeignete Ausweichmöglichkeit ergeben.

Der Terminkalender im Kanusport hat die Bochumer Veranstaltung seit vielen Jahrzehnten jeweils am dritten Juni-Wochenende fest etabliert. Allerdings haben sich die Wettkämpfe mehr hin zu den Nachwuchsklassen Junioren bis zu Schülern und neuerdings den sog. U23-Fahrern entwickelt.

Nicht nur die vielen Nationen aus allen Kontinenten nutzen die Bochumer Vergleiche zur Vorbereitung auf die sich anschließenden internationalen Meisterschaften und Olympiaden; auch unzählige Vereinsmannschaften von deutschen Gewässern und dem angrenzenden Ausland sind mit am Start. Vor allem die Bochumer Nachwuchsfahrer bewerten es jährlich immer wieder als außerordentliche Freude, auf der Hausstrecke, sozusagen „vor der Haustür Bochums“, sich mit Internationalen Größen zu messen.

Vor diesem Hintergrund hat es alle Kanuten und die Vertreter in den öffentlichen Bereichen zufrieden gestimmt, dass durch die Planungen und Neubesetzungen der Vorstände in den letzten Monaten die Basis für eine Erfolg versprechende 58. Internationale Ruhrregatta gelegt wurde.

 

Ralf Höfgen (Vorsitzender des LDKC), 16. April 2010

 


Zur Sache: Der Vorstand der KRG

Vorsitzende: Beate Jankowiak
Stellv. Vorsitzender: Klaus Janzen
Stellv. Vorsitzender: Matthias Chantrain
Regattasekretärin: Antje Hinzmann
Stellv. Reg.sekretärin: Mirela Kostempski
Stellv. Reg.sekreätrin: Karin Montag
Kassiererin: Sidrid Hecker
Stellv. Kassierer: Gerd Koch
Pressesprecher: Uwe Martin
Techn.Leiter: N.N.
 

 

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