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Dahlhausen. Ralf Höfgen
ist Vorsitzender des Linden-Dahlhauser Kanu-Clubs. Das macht er ehrenamtlich.
Gut so, denn wenn er hauptberuflich am Wochenende für den LDKC tätig gewesen
wäre, hätte es Konflikte mit dem Arbeitszeitgesetz gegeben. Morgens um sechs Uhr
begann seine Schicht, und am späten Abend war noch lange nicht Schluss.
Das 16-Stunden-Mammutprogramm
hatte sich für ihn seine Mitarbeiter über alle Maßen gelohnt. War das
spätsommerliche Traumwetter noch ein Zufall, verdiente die organisatorische
Meisterleistung ein dickes Kompliment. Mehrere tausend Besucher strömten durch
die Ruhrwiesen und verfolgten die Drachenbootrennen der 60 Teams. In dem
umliegenden Straßen rund um die Ruhrmühle brauchten die Anwohner viel Geduld und
noch mehr Verständnis. Am Sattelgut parkten die Autos dicht gedrängt bis zum
Hedtberg. Die Autokennzeichen verrieten die Herkunft der Gäste. Aus ganz NRW
waren die Drachenbootfreude angereist, um die erste Regatta auf der Ruhr bei
Dahlhausen mitzuerleben.
Aber es waren nicht nur
auswärtige Drachenbezwinger, die in Dahlhausen an den Start gingen. Schulklassen
der TKS, der Matthias-Claudius-Schule, Bewohner des Ruhrauenparks oder das Team
der heimischen „Rathausdrachen” hatten genauso ihren Spaß wie die Semiprofis.
Wer nicht in der Nähe der Ruhrmühle das Geschehen verfolgen konnte, bekam schon
aus der Ferne mit, dass in Dahlhausen ein Riesenspektakel stattfand.
„Die Paukenschläge der
Einpeitscher waren bis zur Isenburg kurz vor Hattingen zu hören”, verriet ein
Radfahrer, der dann neugierig weiterfuhr, um zu sehen, was in Dahlhausen geboten
wurde. Nicht alle Zuschauer wagten sich auf das Regattagelände.
Pro-Dahlhausen-Vorsitzender Joachim Berndt war mit seinem Fahrrad auf der
Altendorfer Ruhrseite unterwegs. „Ich habe schon von drüben gesehen, was dort
los ist. Da muss ich nicht rein ins Gewühl”, begründete Berndt seinen Umweg.
Schade, denn was in den Ruhrwiesen ablief, erinnerte an ein großes Friedensfest.
Überall hatten die teils ulkig verkleideten Sportler ihre Zelte und Pavillons
aufgebaut, in denen bei guter Laune und Musik auf den nächsten Start gewartet
wurde. Zwischendurch vertrieben sie sich die Zeit mit Ballspielen oder
Bumerangwerfen. Man traf neue Freunde und verabredete sich zu den nächsten
Regatten. Das bunte Treiben war selbst für weitgereiste Gäste eine Besonderheit.
„Wir haben schon an vielen
Regatten teilgenommen, aber so eine Action wie hier an der Ruhr erleben wir
selten”, zollte eine Paddlerin vom Verein „Lippeschreck” den Organisatoren ein
großes Lob. Bei der Ausnahmestimmung geriet der sportliche Wettkampf fast zur
Nebensache.
Gewonnen haben schließlich bei
den Fun-Sport-Teams die „Blue Dragons”, bei den Fun-Teams 2 die „ArcelorMittal
Dragons”, bei den Damen die „Oceans 20” und bei den Fun-Teams 1 die „Buchholzer
Caféplantscher”.
Hartmut Claes,
29. September 2009
Mit freundlicher Genehmigung der
WAZ-Stadtteilredaktion Bochum.
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