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Drachenbootrennen 2009

.... beim LDKC an der Ruhrmühle

Dahlhausen. Ralf Höfgen ist Vorsitzender des Linden-Dahlhauser Kanu-Clubs. Das macht er ehrenamtlich. Gut so, denn wenn er hauptberuflich am Wochenende für den LDKC tätig gewesen wäre, hätte es Konflikte mit dem Arbeitszeitgesetz gegeben. Morgens um sechs Uhr begann seine Schicht, und am späten Abend war noch lange nicht Schluss.

Das 16-Stunden-Mammutprogramm hatte sich für ihn seine Mitarbeiter über alle Maßen gelohnt. War das spätsommerliche Traumwetter noch ein Zufall, verdiente die organisatorische Meisterleistung ein dickes Kompliment. Mehrere tausend Besucher strömten durch die Ruhrwiesen und verfolgten die Drachenbootrennen der 60 Teams. In dem umliegenden Straßen rund um die Ruhrmühle brauchten die Anwohner viel Geduld und noch mehr Verständnis. Am Sattelgut parkten die Autos dicht gedrängt bis zum Hedtberg. Die Autokennzeichen verrieten die Herkunft der Gäste. Aus ganz NRW waren die Drachenbootfreude angereist, um die erste Regatta auf der Ruhr bei Dahlhausen mitzuerleben.

Aber es waren nicht nur auswärtige Drachenbezwinger, die in Dahlhausen an den Start gingen. Schulklassen der TKS, der Matthias-Claudius-Schule, Bewohner des Ruhrauenparks oder das Team der heimischen „Rathausdrachen” hatten genauso ihren Spaß wie die Semiprofis. Wer nicht in der Nähe der Ruhrmühle das Geschehen verfolgen konnte, bekam schon aus der Ferne mit, dass in Dahlhausen ein Riesenspektakel stattfand.

„Die Paukenschläge der Einpeitscher waren bis zur Isenburg kurz vor Hattingen zu hören”, verriet ein Radfahrer, der dann neugierig weiterfuhr, um zu sehen, was in Dahlhausen geboten wurde. Nicht alle Zuschauer wagten sich auf das Regattagelände. Pro-Dahlhausen-Vorsitzender Joachim Berndt war mit seinem Fahrrad auf der Altendorfer Ruhrseite unterwegs. „Ich habe schon von drüben gesehen, was dort los ist. Da muss ich nicht rein ins Gewühl”, begründete Berndt seinen Umweg. Schade, denn was in den Ruhrwiesen ablief, erinnerte an ein großes Friedensfest. Überall hatten die teils ulkig verkleideten Sportler ihre Zelte und Pavillons aufgebaut, in denen bei guter Laune und Musik auf den nächsten Start gewartet wurde. Zwischendurch vertrieben sie sich die Zeit mit Ballspielen oder Bumerangwerfen. Man traf neue Freunde und verabredete sich zu den nächsten Regatten. Das bunte Treiben war selbst für weitgereiste Gäste eine Besonderheit.

„Wir haben schon an vielen Regatten teilgenommen, aber so eine Action wie hier an der Ruhr erleben wir selten”, zollte eine Paddlerin vom Verein „Lippeschreck” den Organisatoren ein großes Lob. Bei der Ausnahmestimmung geriet der sportliche Wettkampf fast zur Nebensache.

Gewonnen haben schließlich bei den Fun-Sport-Teams die „Blue Dragons”, bei den Fun-Teams 2 die „ArcelorMittal Dragons”, bei den Damen die „Oceans 20” und bei den Fun-Teams 1 die „Buchholzer Caféplantscher”.

Hartmut Claes, 29. September 2009

Mit freundlicher Genehmigung der WAZ-Stadtteilredaktion Bochum.
 

 


 


 


 


 


 


 



 

Fotos: Hartmut Claes

Weitere Informationen unter: www.ldkc.eu

 

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