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Dahlhausen. Wanderer
und Radfahrer auf der alten Bahntrasse von Dahlhausen nach Weitmar werden sich
gewundert haben. Auf dem nahe gelegenen Hundeplatz an der Hasenwinkeler Straße
ging es am Sonntag turbulent zu. Rufe wie „Nabucco renn, renn, renn“ oder „Billy
lauf“ durchbrachen ein ums andere mal die Sonntagsruhe.

Der Eifer war berechtigt, denn
ein Hunderennen hat es in Bochum schon lange nicht mehr gegeben. Deshalb ist
auch nicht verwunderlich, dass Besucher und Teilnehmer aus ganz NRW in
Dahlhausen am Start waren. „75 Hunde waren angemeldet“ freute sich die
Vize-Vorsitzende des Hundesportvereins Sabine Brocks. Gelaufen wurde in
verschiedenen Leistungs- und Altersklassen. "Flitzer-Mini", "Flitzer-Maxi" oder
"Oldies", "Babies" und "Rocker" hießen Kategorien, in die 75 Läufer eingeteilt
wurden.
Der HSV Bochum-Südwest besteht
schon 62 Jahre. Unmittelbar nach dem Krieg musste jede Vereinstätigkeit von der
Besatzungsmacht genehmigt werden. Am 02.08.1946 wurde der Militärregierung ein
Gründungsgesuch zugesandt und einige Wochen später erfolgte die Genehmigung zur
Vereinsgründung. So kam es dann nach anfänglich losem Zusammenschluss einiger
Hundeliebhaber noch im Jahre 1946 zur Gründung des "Vereins für Gebrauchshunde
Bochum - Ortsteil Linden-Dahlhausen". Das Vereinsgelände liegt sehr idyllisch an
der Hasenwinkeler Straße unterhalb der Einfahrt zum Polterberg.
Ganz professionell war auch
die Zeitmessung geregelt. Nicht wie früher üblich „handgestoppt“ sondern ganz
modern mit einer Lichtschrankenanlage ging es in Dahlhausen zu. Während die
kleinen und großen Flitzer am Start festgehalten wurden, liefen Frauchen oder
Herrchen mit einer Wurst oder dem Lieblingsspielzeug schon einmal vor ins Ziel.
Dann erfolgte die Starfreigabe und die spurtstarken Vierbeiner gingen auf die
Stecke. Zwischen 2,5 und knapp vier Sekunden brauchten die Hunde für die 50
Meter lange, mit rotweißem Flatterband markierte Rennstrecke.

Gegen Mittag wurde es dann
etwas schwieriger. Nun waren nicht mehr die reinen Sprinter gefragt. Auf dem
Hindernisparcours waren nun auch Geschicklichkeit und Sprungkraft gefordert.
Mehrere Hürden, die der Körpergröße der Hunde angepasst wurden, waren zu
überwinden. Bei idealen äußeren Bedingungen machte es Buddy, Paula und den
anderen aber sichtlich Spaß.

Nicht nur die Vierbeiner
genossen den abwechselungsreichen Tag. „Das Rennen werden wir mit Sicherheit
noch einmal wiederholen“, zeigte sich die Vize-Vorsitzende Sabine Brocks
zufrieden und zuversichtlich, dass es sich beim Rennen am letzten Sonntag um
keine Eintagsfliege handelte.
Hartmut Claes,
20. Oktober 2008
Mit freundlicher Genehmigung der
WAZ-Stadtteilredaktion Bochum.
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