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Dahlhausen. W er glaubte, ihn erwartet ein gemütlicher Dämmerschoppen
mit Informationen über den geplanten Kreisverkehr an der Kreuzung Dr.-C.-Otto-Str.
/ Eiberger Straße sah sich getäuscht. Die Bürgerversammlung, zu der
Bezirksbürgermeisterin Doris Erdmann eingeladen hatte, entwickelte sich zu einer
teils hitzigen Debatte.
Susanne
Düwel führte mit ihrem Lichtbildervortrag sachlich und informativ in das Thema
ein. Sie verwies darauf, dass die jetzige Kreuzung gleich aus mehreren Gründen
überholungsbedürftig ist.
Zum
einen gilt sie als unübersichtlich, zum anderen erhöhen sich die Anforderungen,
wenn demnächst der neue Lidl-Markt kommt. In einem Zuge werden dann auch die
Busschleife verlegt und die maroden Gehwege erneuert. „Wenn der im Durchmesser
27 Meter große Kreisel fertig ist, werden wir einen leistungsfähigen Knotenpunkt
mit einer verbesserten Fußgängerführung sowie einer Querungsinsel mit optimaler
Beleuchtung vorfinden“, ist sich Düwel sicher. Weitere Vorteile werden für den
öffentlichen Personennahverkehr zu erwarten sein. Die Haltestelle wird den
„Bochumer Standard“ erfüllen, d. h. niveaugleiches Einsteigen mit einem
Blindenleitsystem. Über Parkflächen für Ausflugsbusse, wie eine Zuhörerin es
forderte, muss noch nachgedacht werden.
Der nächste,
der sich zu Wort meldete war Jürgen Schwätzer, ein bekennender Naturfreund aus
dem Südwesten. „In der Nähe des Bahnhofs gibt es noch einen alten Baumbestand.
Auf Ihren Zeichnungen ist kein Grün mehr eingetragen“, rief er der Vertreterin
des Tiefbauamtes zu. Und Frau Düwel musste zugeben, dass in der Tat einige Bäume
weichen werden, konnte aber insoweit Entwarnung geben, als dass bei genauem
Hinsehen immer noch zahlreiche Bäume eingezeichnet sind.
Weitere,
teils emotionale Wortmeldungen wie „Lidl wird gar nicht gebraucht“, „Der
Trinkerunterstand muss da weg“ oder „Das Dahlhauser Ortsbild wird verschandelt“
machten die Moderation nicht einfacher.
Susanne
Düwel fand schnell wieder zur Sachlichkeit zurück und gab bekannt, dass am 2.
Juni mit den Bauarbeiten begonnen wird.
Sie
rechnet mit einer Bauzeit von sechs Monaten. Ende November dürfte der Verkehr
wieder reibungslos fließen. Zuvor muss das einspurige Provisorium auf der Dr.-C.-Otto-Straße
in Kauf genommen werden. Die Eiberger Straße wird vorübergehend zur Sackgasse
und ist nur von der Straße Am Ruhrort befahrbar. Die Park-and-Ride-Parkplätze am
Bahnhof werden drei Monate lang nicht zur Verfügung stehen. Das Tiefbauamt hat
dafür aber bewusst die verkehrsarmen Sommerferienwochen ausgesucht. Nach dem
Ende der Baumaßnahme werden die Pendler etwas entschädigt. Mit 83 Parkplätzen
wird es mehr Parkfläche als heute geben. Für Dezember 2009 kündigt Investor
Hans-Otto Körnig den Beginn der achtmonatigen Bauphase des Lidl-Marktes an.
„Erst der Kreisel, dann kommt Lidl“, gab er bekannt.
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Investor
Hans-Otto Körnig kündigte für die nahe Zukunft noch die Schaffung eines
Panoramawanderweges an, der den Bahnhof mit dem Eisenbahnmuseum verbinden
soll. Der Rundweg wird auf beiden Seiten der Gleisanlagen verlaufen. Zudem
wird in Bahnhofsnähe ein Mehrgenerationenhaus entstehen. |
Ratsherr Manfred Wittmann
warnte davor, Dahlhausen schlecht zu reden: „Dank des Ruhrauenparks ist
Dahlhausen der einzige Bochumer Stadtteil, der noch einen nennenswerten
Bevölkerungszuwachs zu verzeichnen hat.“
Text & Bild: Hartmut Claes
Mit freundlicher Genehmigung der WAZ-Stadtteilredaktion Bochum.
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