|
Dahlhausen. Gute Mine
zum bösen Spiel machten die Verantwortlichen des LDKC am 11. und 12. August. Das
Topereignis des Jahres, das Elefantenrennen fiel sprichwörtlich ins Wasser. Die
heftigen Regenfälle der vergangenen Woche hatte den Ruhrpegel so weit ansteigen
lassen, dass Wassersport unmöglich wurde. Das Sommerfest des LDKC konnte aber
dennoch stattfinden. Petrus hatte sowohl am Samstag als auch am Sonntag ein
Einsehen. Bei herrlichem Sonnenschein lockte ein vielfältiges
Unterhaltungsprogramm viele hundert Besucher in die Ruhrwiesen. Ein Zuspruch,
mit dem LDKC-Vorsitzender Ralf Höfgen vor dem Hintergrund, dass der LDKC in
diesem Sommer 80 Jahre alt geworden ist, hochzufrieden war. Die Enttäuschung
über die Absage des Elefantenrennens war ihm aber dennoch anzumerken.
„Ausgerechnet im Jubiläumsjahr musste pünktlich zum Höhepunkt des Jahres die
Flut kommen“, haderte der Wasserfreund mit dem Schicksal. „Da, wo jetzt die
Bierbuden und Würstchenstände stehen, stand am Freitag noch das Hochwasser“,
ergänzte sein Vereinskollege Günter Gantenberg und zeigte auf den Platz
unmittelbar vor dem Vereinsheim. Als der Wasserstand wieder fiel und absehbar
war, dass wenigstens das Sommerfest stattfinden kann, griffen die
LDKC-Mitglieder flugs zu den Schrubbern, Flitschen und Hochdruckreinigern, um
den Vorplatz für das Fest doch noch fein herauszuputzen. So konnten die als
Beiprogramm gedachten Aktivitäten wie Ponyreiten, Hüpfburg, Schminkzelt oder
Flohmarkt stattfinden.
Die spannende Frage, ob das
Elefantenrennen noch in diesem Jahr nachgeholt wird, konnte Ralf Höfgen noch
nicht beantworten. Eine Umfrage unter den beteiligten Teams brachte kein
eindeutiges Votum. Als gut möglich erscheint ein Ausweichtermin im Oktober zu
sein, wobei Ralf Höfgen aber auch auf die Probleme mit der Genehmigung solch
einer Großveranstaltung hinweist. „Zunächst muss die untere Wasserbehörde
gefragt werden, dann brauchen wir eine Schankerlaubnis, die Zelte sowie das
übrige Equipment muss beschafft werden und nicht zuletzt müssen all die
ehrenamtlichen Helfer mobilisiert werden, ohne die solch ein Ereignis gar nicht
möglich ist“, verweist er auf die anstehenden Probleme. Wer den
LDKC-Vorsitzenden kennt, weiß, der er nicht unversucht lassen wird. „Schließlich
stehen ja schon die ganzen Siegerpokale mit der Jahreszahl 2007 im Vereinsheim.“
Das Elefantenrennen auf der Ruhr
hat in Dahlhausen schon Tradition. Bereits zwanzig mal wurde die beliebte
Regatta, die über die Grenzen Bochums bereits Beachtung gefunden hat,
erfolgreich absolviert. Die 300m-Rennen werden in Sechser-Canadiern
flussaufwärts durchgeführt. Teilnehmen dürfen nur Teams, die keinem Kanuverein
angehören. Wer in einem kuriosen Outfit an den Start geht, hat beim Publikum
schon gewonnen.
Dass an der Ruhr zwei weitere Jubiläen zu feiern waren, ist bei den
Hochwasserdiskussionen fast untergegangen. Vor genau 50 Jahren wurde das jetzige
Bootshaus fertig gestellt. Und genauso alt ist auch die Geschäftsbeziehung des
LDKC mit der Privatbrauerei Moritz Fiege. So war es kein Zufall, dass die vielen
Sonnenschirme vor den Bierständen in dunkelgrün, der Fiege-Hausfarbe gehalten
waren. Die kleine Aufmerksamkeit der Brauerei gefiel den vielen Besuchern
offensichtlich genauso wie das Bier und das Programm. Bis zum späten
Sonntagabend wurde kräftig gefeiert. Die ausgefallene Elefantenregatta war da
schon fast vergessen.
Hartmut Claes, 18.
August 2007
Mit freundlicher Genehmigung der
WAZ-Stadtteilredaktion Bochum.
|






Fotos: Hartmut Claes/WAZ |