Bisherige Stimmen zum Thema:
02.11.2007, anonym:
Ich als gebürtige Dahlhauserin, die jetzt in Essen-Kupferdreh wohnt, bin
richtig enttäuscht über die Planung, ein solch schreckliches Gebäude dort hin zu
bauen. Das alte Bahnhofsgebäude und sein Vorplatz sind meiner Meinung nach die
Wahrzeichen von Dahlhausen. Wenn dieses nun zerstört wird wäre ich von der
Stadtverwaltung (mal wieder) sehr enttäuscht. Da dürfte es sich mal wieder
zeigen, dass man mit ausreichend Geldern alles erwerben kann. Man nehme auch z.
B. noch die "denkmalgeschützte" Treppe im alten Kortum-Haus. Ein großer
Mulitmedia-Markt (Sat...) würde angeblich soviel Gelder fließen lassen, dass
darüber nachgedacht wird, ob man den Denkmalschutz aufhebt. Ich finde es
traurig, dass viele Wahrzeichen der Stadt und der Stadtteile verkauft werden.
Somit wird meines Erachtens das Ruhrgebiet mit seinem alten Wahrzeichen doch
absolut uninteressant für mögliche Touristen.
25.12.2006, K. Runzer (Remscheid):
Ich bin zufällig über Weihnachten beim Stöbern nach
Infomaterial für meinen Film "Die Ruhrtalbahn" auf diese Internetseite gestoßen.
Der Bahnhof mit seinem Vorplatz ist von mir als Stimmungsbild darin filmisch
festgehalten. Da Bahn-TV schon zwei Filme von mir ausgestrahlt hat, ist es sehr
wahrscheinlich, dass der o. g. Film ebenfalls zur Sendung kommen wird.
Allerdings nur mit diesem Bahnhof wie er jetzt noch ist.
Einen LIDL–Bahnhofsplatz, oder genauer gesagt irgendeinen anderen Bahnhof mit
seinem Vorplatz als diesen wie er jetzt noch ist, hätte ich nie und nimmer
gefilmt!!! Es ist sehr sehr schade, dass mit den noch wenig übrig gebliebenen
alten Bauwerken, die Deutschland hier und da noch hat, eine Art Ausverkauf statt
findet.
Wer schon jemals eine Reise gemacht hat, der weiß, dass alte Bauwerke und Plätze
eine ganz besondere Ausstrahlung haben. Manche Punkte in Städten werden gerade
wegen dieser besonderen Atmosphäre so wie sie sind gerne aufgesucht.
Ich kann nur sagen, dass es unendlich schade um den schönen Platz wäre. So wie
er sich z. Zt. präsentiert, hat er seinen ganz eigenen Scharm im Zusammenhang
mit dem alten Bahnhofsgebäude.
Es gäbe sicher schönere Ideen, wie man den Platz wieder beleben könnte, vor
allem für Leute, die wie ich auch mit dem Fahrrad gerne extra zur Ruhr anreisen,
um an ihr entlang zu radeln. Ein stilgerecht etabliertes Straßenkaffee mit
Eisverkauf wäre da sicher schon mal ein prima Anfang.
Aber wer wird schon auf uns hören, die Kassen der Kommunen sind leer und
Geiz ist geil…
06.10.2006, Koray Parlak:
Ich bin für einen Lidl-Markt, da, wie ich finde, überwiegend sozial
schwächere Familien in Dahlhausen leben, die eher zum Discounter als zum
teureren Rewe-Markt greifen würden.
Ein anderes Argument meinerseits wäre, dass wir ja schon einen Rewe-Markt
besitzen, somit hätten wir noch eine weitere Einkaufsmöglichkeit, wenn wir
diesen Markt erhalten würden und einen neuen dazu bekommen würden.
Die Frage nach Bäumen und Parkplätzen könnte man in der Stadtplanung klären,
diese wären meiner Meinung nach weniger problematisch.
30.09.2006, Carina J.:
Dahlhausen ist an vielen Stellen unattraktiv und der Lidl trägt nicht positiv
zum Gesamtbild bei. Außerdem gibt es einen Supermarkt in der entsprechenden
Preiskategorie bereits in Dahlhausen! So etwas überflüssiges, wie dieses Projekt
habe ich noch nie erlebt!
21.05.2006, Gerhard Kipper:
Vielleicht will man auch noch die ev. Kirche (mangels Gemeindemitglieder) als
Konsum-Kathedrale, mit Glockengeläut zu jedem Sonderangebot, nutzen. Mc Donalds
kann dann ins Gemeindehaus und die Trinkbrüder in den Kindergarten, weil für die
Kinder ja auch kein Geld da ist.
Hände weg von unserem Bahnhofsvorplatz.
Sind die Planer und Politiker jetzt voll durchgeknallt, haben „die Politiker“
nicht wichtigere Dinge zu tun? Schafft doch erst einmal Arbeitsplätze, dann
können die Bürger den Umsatz in den vorhandenen Geschäften wieder steigern.
04.12.2005, Angelika Albers:
"Die Bebauung des Bahnhofsvorplatzes mit einem weiteren Discounter, den wir in
Dahlhausen m. E. keinesfalls brauchen, und die damit verbundene Beseitigung des
Feldherren-Hügels würde den noch vorhandenen Charme des Stadtteils
vollends zerstören. Der Ruhrauen-Park hat mit seiner Art der Bebauung ja bereits
einen Anteil daran.
Der Standort und auch der langweilige und trostlose Baustil des geplanten
Marktes passen weder zur Architektur des Bahnhofs noch zu der des Stadtteils.
Der Feldherren-Hügel sollte auf jeden Fall erhalten bleiben.
Das Angebot von Rewe und Aldi reichen für meine Besorgungen des täglichen
Bedarfs in der Regel vollkommen aus."
20.10.2005, Jürgen Janßen:
"Ich möchte schon Geschriebenes nicht wiederholen, ich schließe mich der Meinung
von Sigrid und Gerd Breuer voll und ganz an. Auch die Ausführungen von Herrn
Thomas Lingnau-Konincks sind sehr interessant. Schreibt er doch von
beschlossenen Verkehrskonzepten und von akzeptierten Baukonzepten. Ich denke,
mir geht es wie vielen Bürgern in Dahlhausen. Ich möchte doch langsam gerne
wissen, ob es sich bei den ganzen Szenarien um Vorplanungen handelt. Oder ist
alles schon beschlossene Sache ohne vorher mal die Dahlhausener gefragt zu
haben? Wer kann hier Licht ins Dunkel bringen? Wie wird Dahlhausen nach Meinung
der Planungs- und Beschlussgremien in Zukunft denn nun wirklich aussehen?"
20.10.2005, Bruno Klinkert:
"Diese Baumaßnahme würde das Gesamtbild von Dahlhausen bzw. vom alten
sehenswerten Bahnhof verschandeln."
19.10.2005, Sigrid und Gerd Breuer:
"1.) Für die Bürger kann es doch nicht um das richtige oder falsche
Discounterkonzept gehen. Entscheidend ist: ein Discounter oder besser ein
Paletten-Laden genügt. Aldi macht wenige Meter hinter dem vorgesehenen Standort
ein akzeptables Angebot. Ein Kettenladen in Dahlhausen genügt.
2.) In Alt-Dahlhausen wird versucht, ein ansprechendes Ortsbild zu erhalten. Die
(wenn auch nicht bedeutende) Altbebauung rund um den restaurierten Bahnhof lässt
die bisherige Linie erkennen. Die Planung von Lidl im "Lego-Baustil" des 21.
Jahrhunderts wird vermutlich - wie die Bausünden der sechziger Jahre - nicht zu
dauerhaften Lösungen führen. Das gilt wahrscheinlich auch für die scheußlichen "Lego-Wohnmaschinen"
im Ruhrauenpark. Von "Auen" kann man wenig erleben.
3.) Der Bahnhofsvorplatz wird abgewertet.
4.) Wenn die alten Bäume verschwinden, wird ein typisches Merkmal verändert.
5.) Über die Verkehrssituation müssten die Planer erst informieren. Bushalte,
2-gleisige Straßenbahn, das sind doch wohl nur Planungsideen, oder schon
Realität?
6.) Auch über die Verbindung zwischen den neuen Siedlungsbereichen
"Ruhrauenpark" und "Lidl-Markt" müssten die Planer zunächst informieren. Das
wird wohl alles nicht sehr einladend?
7.) Der direkten weiteren Konkurrenz eines Billiganbieters dürfte REWE-Rudzky
wohl eher nicht gewachsen sein.
8.) Wenn jetzt schon Termine für den Baubeginn und Fertigstellungstermine
erörtert werden, dann ist die auf diese Mail verschwendete Zeit vertan?"
17.10.2005, Thomas Lingnau-Konincks (Fraktionssprecher
Bündnis 90/Die Grünen):
"Die Grünen haben sich, beginnend mit dem Architektenworkshop zur Planung des
Ruhrauenparks, stets für ein städtebauliches Gesamtkonzept bzgl. der Entwicklung
des Stadtteils Dahlhausen eingesetzt. Die Errichtung der neuen Siedlung, das
Verkehrskonzept, Nutzungen durch Vereine, Ansiedlung von Wirtschaftsbetrieben
und die Neugestaltung des Bahnhofsvorplatzes sollten sinnvollerweise in ihren
Zusammenhängen betrachtet und geplant werden. Soweit die Theorie.
In der Praxis erfolgte die Errichtung des
Ruhrauenparks vor allen anderen Maßnahmen. Dieses trägt vor allem den
wirtschaftlichen Interessen des Investors Rechnung. Allerdings kann man hierbei
auch feststellen, dass der Investor seine Pläne sehr viel schneller umsetzt als
die Stadtverwaltung die ihr obliegenden Aufgaben. Allerdings steht die
Stadtplanung auch immer wieder unter erheblichen Zwängen durch den Haushalt und
in Abhängigkeit von der Bewilligung von Landeszuschüssen. Dennoch: Die Grünen
hätten sich zwar bzgl. des Siedlungsbaus innovativere Lösungen vorstellen können
(Solarenergienutzung!). Die neue Siedlung ist jedoch durchaus ansprechend und
wirkt sich positiv auf die Sozialstruktur des Stadtteils aus (Sie sichert z.B.
die Dreizügigkeit der Grundschule). Darüber hinaus trägt sie auch dazu bei,
junge Familien im großstädtischen Raum zu halten, die sonst mit einiger
Wahrscheinlichkeit ins Umland abwandern, dort ihre Steuern zahlen und doch
weiter die hiesige Infrastruktur nutzen würden. Es bleibt zu hoffen, dass trotz
der angespannten Lage im Wohnungsbau die Planung vollständig umgesetzt werden
kann.
Das bereits von der BV beschlossene
Verkehrskonzept, das zwei Kreisverkehre vorsieht, bietet u.E. eine überzeugende
Lösung für die Verkehrsprobleme im Dahlhauser Ortskern. Leider wird sich die
Durchführung aufgrund der Nichtgenehmigung des Haushalts deutlich verzögern.
Ebenfalls aus haushaltstechnischen Gründen werden auch nicht beide Kreisverkehre
gleichzeitig angelegt. Die Grünen haben ihren Unmut hierüber sehr deutlich
artikuliert, da der Verkehrsfluss wesentlich von einer kompletten Umsetzung des
Konzepts abhängt.
Zum Bahnhofsvorplatz: In der BV weitgehend
unstrittig ist die Überlegung, am Rand des Bahnhofsvorplatzes einen
Lebensmittelmarkt und weitere Gewerbeflächen anzusiedeln. Unser Gedanke hierzu
war, den Platz beidseits baulich einzufassen, um ihn sichtbarer und lebendiger
zu machen. Dabei ist eine optische Verknüpfung der vorhandenen alten Bausubstanz
mit den Neubauten architektonisch gut machbar. Die Grünen denken hier z.B. an
eine bauliche Einfassung, die zum Platz hin etwa über Arkadengänge geöffnet ist
und neben dem Lebensmittelmarkt auch Räume für Kleingewerbe, Café etc. anbietet.
Mit einem solchen Konzept wären auch die Interessen des Wochenmarkts und der
ortsansässigen Vereine gut vertretbar.
Die Vorstellungen der Investoren für den
Lebensmittelmarkt sind hier offenkundig sehr viel enger. Zunächst bekundete
nicht LIDL, sondern ein konkurrierender Anbieter Interesse. Dessen bauliches
Konzept sah eine Öffnung des Marktes zu den rückwärtig anzulegenden Parkplätzen
vor. Da zeitgleich ein Auslaufen des Pachtvertrages von REWE-Rudzky berichtet
wurde, wurde die BV im Ergebnis vor die Wahl gestellt, das Baukonzept des
Investors wie vorgelegt zu akzeptieren oder anderenfalls zu riskieren, dass der
vorhandene Markt schließt, ohne dass ein gleichwertiger Ersatz entsteht.
Aus Sicht der Grünen ist es absolut
unbefriedigend, dass die bauliche Gestaltung dieses Bereiches sich
ausschließlich den wirtschaftlichen Kriterien des Investors unterwirft, dessen
Interesse darin bestehen dürfte, möglichst schnell und preiswert zu bauen, und
alle anderen Maßnahmen (Verkehrsplanung etc.) ausschließlich hieran zu
orientieren. Hierbei sei angemerkt, dass die Stadt Bochum die Ansiedlung der Fa.
LIDL nicht verhindern kann, wenn sie grundsätzlich die Nutzung für einen
Lebensmittelmarkt gestattet. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt ist die
Bezirksvertretung übrigens noch nicht darüber unterrichtet worden, ob und zu
welchem Zeitpunkt ein Vertrag mit LIDL geschlossen worden ist.
Nach Auffassung der GRÜNEN ist LIDL in den
letzten Jahren durch seine bewusste örtliche Konkurrenz zu ALDI aufgefallen. Das
ist zunächst ein legitimes unternehmerisches Interesse. Dieses darf jedoch nicht
dazu führen, dass die geschäftlichen Ziele des Unternehmens über den auf den
Ortsteil bezogenen Bedarf und die städtebauliche Entwicklung Dahlhausens im
Sinne seiner Einwohner gestellt werden. Aus Sicht der GRÜNEN besteht für einen
weiteren Discounter neben ALDI kein Bedarf."
17.10.2005, Edmund Mika:
"Meiner Meinung nach ist der Standort nicht gut ausgewählt, da er das Bild des alten
Bahnhofes erheblich abwertet. Meiner Meinung nach brauchen wir auch keinen
zweiten
Discounter neben Aldi in Dahlhausen, wir haben schon genug Discounter in Linden,
aber leider zu wenig Geschäfte mit guter reichhaltiger Auswahl. Es wäre also
schön, wenn man das beschauliche Bild des Bahnhofes Dahlhausen so erhalten
könnte, wie es ist (mit Feldherrenhügel), und wenn ein neuer Supermarkt kommt,
vielleicht einer mit einem besseren Sortiment."
10.10.2005, Alan Leighton:
"Ihr Infoblatt über den geplanten Lidl-Markt in Dahlhausen habe ich in unserem
Hauseingang gefunden. Die Fragen, die Sie aufwerfen, sind sehr wichtig.
Als wir vor einigen Jahren von den Plänen gehört haben, einen größeren
Supermarkt dort aufzubauen, wo die Vereine jetzt stehen, haben wir sofort an
einen größeren REWE-Markt gedacht. Herr Rudzky hat einfach nicht den nötigen
Platz in seiner jetzigen Lage, und eine neue, großzügige Räumlichkeit wäre für
die Dahlhauser Einkäufer/innen absolut genial. So wie es jetzt geplant wird, ist
es aber Käse:
--- Mit ALDI haben wir in Dahlhausen schon einen Discounter. Ein Zweiter wäre
absolut überflüssig.
--- REWE-Rudzky ist zu klein. Auch mit dem Discounter ALDI im Stadtteil führt
Herr Rudzky einen regen Handel. Ein zweiter Discounter in der Nähe wird nichts
an dieser Situation ändern. Wir brauchen einen größeren REWE-Rudzky, nicht einen
zweiten Discounter in Form von Lidl.
--- Auch die geplante Architektur der neuen Gebäude (von wem auch immer bezogen)
passt zum Dahlhauser Stadtkern wie eine Faust aufs Auge. Haben Architekten
heutzutage nur Lineale und Rechtecke?!?!?!
--- Mit den Bäumen ist es so eine Sache. Die Großen sind schon jetzt brüchig,
und müssen mit Kabeln gestützt werden, also sollten sie wahrscheinlich aus
Sicherheitsgründen gefällt werden. Aber den gerade neu gestalteten grünen
Feldherrenhügel für solch einen Klotz zu opfern wäre wirklich Schade. Muss das
neue Gebäude gerade dort errichtet werden? (Die neue offene Gestaltung des
Feldherrenhügels ist übrigens m.M.n. eine sehr gelungene Aktion.) Mit einem
Funken Fantasie könnte man viel Grün erhalten, und trotzdem einen schönen
Supermarkt bauen, der auch in 20 Jahren immer noch schön aussieht.
--- Zur Verkehrssituation, ob Fußgänger, Bus/(2-gleisige) Bahn, FAHRRAD, oder
Auto: Die Mitteilungen der Stadtplanung sind sehr dürftig. Es wäre gut wenn wir
im Stadtteil rechtzeitig in die Planungen einbezogen würden, ja, wenn wir
überhaupt ein Wörtchen mitzureden hätten. Besonders wertvoll für unser Stadtteil
wäre eine einfache und direkte Verbindung von den Radwegen an der Ruhr in
unseren Stadtkern hinein. Wenn wir dann z.B. eine Eisdiele hätten, und evtl.
auch eine Fahrradpannen-Behebungsstation, hätten wir auch von Außerhalb viele
zahlende Besucher in unserem Stadtteil. Aber jetzt bin ich wirklich vom Thema
abgekommen.
--- Um meine Meinung zusammenzufassen: Einen neuen Billigladen, zumal mit solch
scheußlicher Architektur, würde unseren Stadtteil drastisch abwerten. Diese
Abwertung wäre dann für das nächste halbe Jahrhundert nicht mehr aufzuheben.
Also: die Planungen müssen dringend umgestaltet werden, um diese Katastrophe zu
vermeiden. Die Entwürfe des Architekten haben eine schicke Aufmachung, aber, um
einen Kollegen von mir zu zitieren: 'Vergoldete Scheiße ist trotzdem --- nur
Scheiße!'."
10.10.2005, Alfred Pöppe:
"Für mich völlig unverständlich ist es, dass eine Stadtverwaltung sich über
'sterbende' Vorortzentren entsetzt und gleichzeitig einem Lebensmittelmulti die
Möglichkeit eröffnen will, sich durch Vernichtung einer Grünfläche und der
Verschlechterung der bereits angespannten Parkplatzsituation einen
Wettbewerbsvorteil zu verschaffen. Mit der gleichen rhetorischen Begründung
wurde ein Antrag der Firma Aldi im Lindener Ortszentrum abgelehnt. Anstatt dem
mittelständischen Einzelhandel Möglichkeiten zu Geschäftsgründungen und Erhalt
einer Einzelhandelsvielfalt zu geben, wird es in einem Radius von 3 km ab meiner
Wohnung bereits den 6. Discounter geben. Ob die angedachte Maßnahme durch
Ansiedlung von Billiganbietern die Wohnqualität erhöht, ist für mich fraglich."
10.10.2005, Martina Frohme:
"Ein Lidl-Supermarkt statt des Feldherrenhügels am Bahnhofsvorplatz in Bochum
Dahlhausen?
Hier meine Meinung: Ein solcher Supermarkt an dieser Stelle ist hässlich,
deplaziert und - angesichts der Tatsache, dass schon der baulich misslungene
Rewe-Markt den Anblick des sonst allmählich recht schönen, charaktervollen
Viertels verschandelt - wäre das Ende jeden Traumes von einem attraktiven
Ortskern Unterdahlhausen. Der Bahnhofsvorplatz würde nicht abgewertet, er würde
zerstört! Mir fehlen die Worte zu sagen, wie abgrundtief abscheulich ich diese
Vorstellung finde.
Meine Hoffnung war es immer, dort vielleicht einmal Skulpturen aus dem Bereich
Eisenbahn oder Bergbau ausgestellt zu sehen, oder vielleicht einen attraktiven,
originell gestalteten Spielplatz mit diesen thematischen Anleihen.
Der COOP und manch anderes größeres Geschäft in Linden musste schließen. Was der
Ortsteil braucht, sind kleinere Geschäfte. Mal eben eine Packung Milch holen,
frisches Obst für den Tagesbedarf... Um einzukaufen reicht entweder der
Rewe-Markt, oder man fährt ohnehin in einen der Mega-Discounter. Mich würde kein
weiterer Supermarkt anlocken. Bisher habe ich an der Kasse im vorhandenen Markt
noch niemals an einer Schlange gestanden. Vielleicht ändert es sich durch die
neu entstandenen Wohnungen, aber die Kundschaft für eine zweiten Markt, der in
Auswahl und Qualität keine echte Alternative darstellt, sehe ich nicht. Wenn ja,
warum nicht einen neuen Markt näher in die neuen Siedlungsgebiete rücken?
Für Spaziergänge würde ich mir nach bisherigem Plan zukünftig einen anderen Weg
suchen müssen, auch und gerade wenn Besuch im Haus ist: Der Anblick des
Bahnhofsvorplatzes wäre mir nach der Umgestaltung eher peinlich. Auch das
Ausflugsziel Eisenbahnmuseum verlöre so Einiges an Attraktivität für private und
für unsere Schulausflüge (große Gesamtschule einer Nachbarstadt), da der
Bahnhofsvorplatz mit seinem Brunnen bisher ein fester Programmpunkt auf
der Wanderung von Haus Weitmar oder vom Hedtberg aus durch die Ruhrauen zum
Eisenbahnmuseum ist. Der historische und wunderbar restaurierte Bahnhof verlöre
seine optische Dominanz. Der Platz verlöre seine Geschlossenheit, sein Grün,
sein besonderes Mikroklima, auch einen Teil seiner noch sichtbaren Historie, die
den Stadtteil ja geprägt hat. Ich hoffe inständig, dass es nie dazu kommt!"
10.10.2005, Detlef Pauly
"Interessant, das neue Baukonzept für den Ortskern Dahlhausens! Das, was das
gewachsene Dahlhausen ausmacht, wird durch diesen genialen Bauplan mit
Sicherheit ein für allemal nachhaltig ausradiert. Es entsteht eine wunderbare
neue Welt vom Reißbrett, mit dem Charme von Essen-Steele in der Nachkriegszeit
und den bekannten Folgen! Mein Vorschlag: Den Bahnhof direkt mit wegkloppen,
damit die Landschaft endgültig ein geordnetes Bild bekommt. Außerdem bietet es
sich an die alten Bäume im Sinne von Kollateralschäden direkt mit zu entsorgen.
Ein zweiter Billigdiscounter ist meines Erachtens nicht erforderlich, vielmehr
sollte eine Vielfalt von Geschäften gefördert werden, um den Stadtteil weiter
aufzuwerten. Es wäre doch traurig, wenn wir nur noch auf abgepackte Fleisch- und
Wurstwaren angewiesen wären. Schon jetzt kaufen viele Leute aus Linden bei
Rudzky ein.
Ein weiterer Gedanke sollte auch mal durchgespielt werden: Was passiert mit dem
architektonischen Highlight, wenn LIDL den Laden auf einmal schließt? Reißen wir
dann alles wieder ab und stellen die jetzigen Verhältnisse wieder her? Wird das
Gebäude aufgeteilt und kleinere Geschäfte angesiedelt, was sowieso nicht
funktioniert (siehe Woolworth und Ärztehaus in Linden), oder hinterlassen wir
eine schöne Bauruine?
Meine Meinung: S O N I C H T ! ! !"
09.10.2005, Winfried Kaiser:
"Zum Baukonzept: Wenn ich mir den Konzeptentwurf ansehe, und darauf hin das
Umfeld, in das dieses Glas/Quader-Gebäude eingebettet werden soll: das
historische Bahnhofsgebäude, die stilvollen Häuser unserer 'Fußgängerzone' und
die stattlichen Wohnhäuser auf der Dr.-C.-Otto-Str. bis hin zur alten Post,
möchte ich die Verantwortlichen des Architekturbüros Kemper & Partner bitten,
die Ihnen gestellten Aufgaben von 'Einbettung eines Geschäftshauses in ein
gewachsenes Umfeld' ernst zu nehmen oder wegen Unvermögens die Finger davon zu
lassen!
Zum 2. Discounter in Dahlhausen: Ob Aldi, Lidl, Penny oder xyz, ein Discounter
reicht!
Durch einen Zweiten wird nicht mehr Kaufkraft in den Stadtteil geholt, sondern
die Vorhandene nur geteilt. Aldi ist vorhanden, hat seine Berechtigung ... und
fertig. REWE-Rudzky ergänzt durch sein breiteres Sortiment das Angebot im
Stadtteil, ein weiterer Discounter stört das Gleichgewicht des
Lebensmittelhandels und es wird ein Verdrängungswettbewerb folgen, mit dem
Ergebnis, dass Rudzky als schwächstes Glied schließen wird und wir Dahlhauser
den Einheitsbrei zweier Discounter kaufen oder weiter einkaufen fahren müssen
(Die Kaufmannschaften Linden und Hattingen werden sich freuen!!).
Ich wünsche mir für unser Dahlhausen ein sorgfältig und feinfühlig an die
baulichen Gegebenheiten angepasstes Geschäftshaus mit einem breiteren Angebot an
kleineren Einzelhandels-Geschäften für den täglichen Bedarf - Linden macht's vor!!!"
09.10.2005, Winfried Matyak
"Zur Frage 'Ist LIDL für Dahlhausen das richtige Discounter-Rezept' ist meine
Antwort 'NEIN'. Warum einen zweiten Discounter in fast unmittelbarer Nähe zu
Aldi? Meiner Meinung wäre das falsch. Mir persönlich wäre es lieber, und vielen
anderen auch, wenn REWE-Rudzky am Bahnhof Dahlhausen eine neue Heimat bekäme.
Natürlich räumlich mit einigen zig Quadratmetern mehr, mit erweiterten Sortiment
und einem großen, gut sortierten Getränkemarkt. Wenn dann auch noch ein
Parkplatz mit genügend Stellplätzen zur Verfügung stände, würde das dem gesamten
Stadtteil - insbesondere dem Bahnhofsviertel - gut zu Gesichte stehen. Wie die
Architektur dem historischen Bahnhof zu Gesicht stehen würde, könnte man besser
beurteilen, wenn man Alt- und Neubau in einer Fotomontage nebeneinander
betrachten könnte. Der Vorplatz sollte aufgewertet und Bäume so viele wie
möglich erhalten werden. Ich glaube auch, durch den Ruhrauenpark könnte das
gesamte Bahnhofsviertel eine neue Belebung bekommen, und dazu gehörte auch eine
viel größere Beschickung von Händlern auf dem Dahlhauser Wochenmarkt. Über all
die anderen Fragen, die Sie aufgeführt haben, kann man sich erst ein Bild machen
wenn konkrete Pläne auf dem Tisch liegen. Das war meine ganz persönliche Meinung
zum Thema: 'Neugestaltung des Bahnhofsviertels'."
08.10.2005, Frank Neuwirth:
"Wenn als Bauplatz für diesen hässlichen Bau tatsächlich der kleine grüne
Hügel an der Bushaltestelle gemeint ist, so frage ich mich - ist denn schon
wieder der 1. April? Ähnlich schwachsinnig finde ich übrigens auch den
zweigleisigen Ausbau der Straßenbahn bis zum Ruhrort. Aber zurück zum Neubau
eines Lebensmittelmarktes. Ich finde, dass der Aldi als Discounter in Dahlhausen
genügt. Ein weiterer ähnlicher Laden könnte das Aus für den Rewe-Markt bedeuten,
der uns Dahlhauser Bürgern ans Herz gewachsen ist. Einen etwas größeren
Rewe-Markt neben dem Bahnhof, mit verbesserter Parkplatzsituation, könnte eine
Bereicherung sein, zusammen mit anderen kleinen Geschäften, wie auch schon in
anderen Kommentaren angeregt wurde. Die Architektur sollte sich dabei an den
vielen denkmalgeschützten Häusern in Dahlhausen orientieren und nicht an den
vermehrt gebauten hässlichen Flachdachbauten. Natürlich soll der
'Feldherrenhügel' erhalten bleiben, weil der grüne Rahmen sehr gut zum
historischen Bahnhof passt und den Verkehrsknotenpunkt mit Straßenbahn, S-Bahn
und 3 Buslinien beruhigt."
04.10.2005, Frederike Müller:
"Mir ist es unerklärlich, wie in der heutigen Zeit Bauwerke wie hier
vorgesehen in einen wunderschönen, historischen Ortsteil gesetzt werden sollen.
Das Grün, was unseren Stadtteil ausmacht, ihn lebenswerter macht als viele
andere Ortskerne Bochums soll nun von einem so unattraktiven Industriebau
verschandelt werden. Mir persönlich ist es völlig egal welche Großhandelskette
hier geplant wird, denn ich glaube, dass die meisten (neuen und alten)
Bewohner/innen eher einen kleineren Einzelhandel wünschen würden. Geschäfte, wie
einen Bioladen, Blumen und Gartengeschäft, Haushaltswaren und vor allem ein
vernünftiges, schönes (Eis) Cafe mit Kuchen und kleiner Mittagstafel auch zum
Draußen sitzen. So ein Ungetüm, wie der hier geplante Discounter wird Dahlhausen
um keinen Fall reicher machen, sondern einen großen Teil der Stadtteilkultur
verschandeln. Warum wird für solche Projekte, wenn überhaupt, nicht auf das noch
vorhandene Brachgelände ausgewichen? Schade, dass Dahlhausen den Fehler unserer
Innenstädte nachmachen muss. Da kann man/frau nur hoffen, dass nicht genug Geld
zur Realisierung da ist, oder die Bürger Dahlhausens aufbegehren."
29.09.2005, Heidemarie Joppich:
"Seit April 2005 wohne ich in Oberdahlhausen. Als Urbochumerin habe ich im
Stadtteil Grumme den Zerfall der Bergarbeiternachbarschaft miterlebt. Die vielen
noch funktionierenden Tante-Emma-Läden in Dahlhausen machen diesen Ortsteil
lebenswert. Ein Stück Ruhrgebiet, das man nicht wiederholen kann. Man sollte
versuchen neuen Bewohnern des Stadtteils die Vorzüge einer guten Nachbarschaft
zu zeigen. Das gilt besonders für jene, die sich in ihren neuen Eigenheimen so
gern abschotten. Ein großer LIDL-Einkaufsmarkt ist bestimmt keine Attraktion und
schon gar nicht im Herzen Dahlhausens."
weitere, teilweise anonyme
Beiträge, finden Sie in unserem Gästebuch