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Dahlhausen.
Wenn die Oberbürgermeisterin Dr. Ottilie Scholz und ihr Herausforderer Lothar
Grävingholt nach Dahlhausen reisen, muss es schon ein besonders Jubiläum zu
feiern geben. So
war es am Freitagabend, als viele Besucher aus Politik, Gesellschaft und
befreundeten auswärtigen Vereinen den Weg in das Matthias-Claudius-Heim an der
Keilstraße fanden. Der Verein Ruhrlandbühne (RLB) wurde vor 60 Jahren gegründet.
Zehn
Jahre später taten sich einige Vereinsmitglieder zusammen und bauten den
Fanfarenzug auf.
Die Feier im Jubiläumsjahr
ging pünktlich um 19:11 Uhr mit einem großen Einmarsch los. Fanfarenzug, Garde,
Elferrat, Tanzmariechen und natürlich auch der Präsident Werner Kiso bahnten
sich den Weg durch den ausverkauften Festsaal. Und sie alle brauchten wie die
übrigen Gäste eine gute Kondition und viel Stehvermögen, denn eine
Karnevalsparty in Dahlhausen geht immer bis tief in die Nacht.
Kenner
der Szene wussten den runden Geburtstag an einem kleinen Detail festzumachen.
Alle fünf Jahre greifen die so genannten Oldies des Fanfarenzuges noch einmal
zu den Instrumenten und treten gemeinsam mit der aktuellen Truppe auf. Für
Fanfarenzugleiter Dirk Schmieder war die Koordination von Jung und Alt kein
Problem. Im Gegenteil, er ließ es sich nicht nehmen, selbst das Blasinstrument
an dem Mund zu setzen und parallel zu dirigieren und zu spielen.
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Im Spätsommer 1949 gründeten
Mitglieder der Kath. Kirchengemeinde eine Laienspielgruppe mit dem Ziel,
Jugendlichen eine sinnvolle Freizeitgestaltung in den entbehrungsreichen
Nachkriegsjahren zu bieten. Zunächst beschränkte man sich auf die
Vorführung von Märchen und Volksstücken. Die Gruppe nannte sich anfangs
Ruhrlerchen. Daraus wurde später die Ruhrlandbühne e.V. . |
Während vielerorts die
Vereinsmüdigkeit von Kindern Jugendlichen beklagt wird, konnte die
Oberbürgermeisterin sich in Dahlhausen positiv überraschen lassen. Rund
die Hälfte der 130 Ruhlandbühnenmitglieder sind Heranwachsende, die sich mit
viel Einsatz und Sorgfalt an dem aktuellen Programm beteiligen. Allen voran das
17jährige Allroundtalent Sascha Becker, der sich als Solosänger, Fanfarenbläser
und Mitglied der Tanzgarde immer wieder toll in Szene setzte. Andere
Jugendliche machten ebenfalls auf sich aufmerksam. Kim Gehring als
Tanzmariechen, Sabrina Fischer als Büttenrednerin oder das Nachwuchstrio „Garde
einmal anders“.
Ehrungen
standen auch noch auf dem Programm: Josef Bauer ist als RLB-Urgestein seit 60
Jahren dabei, Jimmy Köhler 55 Jahre sowie Edeltraud Schmieder, die die
RLB-Geschicke seit 50 Jahren mitgestaltet.
Text & Bild: Hartmut Claes
Mit freundlicher Genehmigung der WAZ-Stadtteilredaktion Bochum.
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