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"Wunder von Bern"
Ein Streifzug
2001-
1976-2000
1951-1975
1926-1950
1900-1925
Heimatbuch 

 

 

1900 - 1925

 

 

1900

Gründung der freiwilligen Feuerwehr.

Eröffnung des neu erbauten Kur- und Gasthauses Horkenstein (Burg Horkenstein) als Vergnügungs-Etablissement ersten Ranges.

1901

Die schon bestehende Straßenbahnverbindung von Bochum nach Weitmar wird über Linden bis nach Hattingen verlängert und mit einem Abzweig von Linden nach Dahlhausen versehen.

1902

Gründung des Polnisch-katholischen St. Josefs Vereins und der Polnischen Berufsvereinigung "ZZP".

Einweihung des Bismarckturms auf der Eiberger Höhe oberhalb der Steinfabrik Dr. C. Otto.

1903

Die kath. Kirche St. Engelbert auf dem Kassenberg in Oberdahlhausen wird als Filialkirche der Pfarrei Linden nach gut einjähriger Bauzeit feierlich eröffnet.

Bau der Eggemannschen Pontonbrücke (Fünf-Pfennigs-Brücke) über die Ruhr von Dahlhausen nach Dumberg und Altendorf (heute Burgaltendorf) in der Nähe der Zeche Dahlhauser Tiefbau.

1903-05

Gründung der beiden heute noch aktiven Schützenvereine  BSV Dahlhausen 03 und BSV "Blau-Weiß" Oberdahlhausen 05.

1904

Anstelle einer 15 Jahre alten Holzbrücke wird eine eiserne Eisenbahnbrücke über die Ruhr von Dahlhausen nach Alten­dorf (Burgaltendorf) an der Grenze zu Steele-Horst (in der Nähe der Steinfabrik Dr. C. Otto) gebaut.

Gründung des Kirchenchors St. Engelbert.

1908

Durch Abtrennung von der Pfarrei Linden entsteht die kath. Filialgemeinde Unter-Dahlhausen.

1909

Die kath. Notkirche aus Holz an der Thalstraße (Am Sattelgut) wird fertiggestellt; sie steht auf gepachtetem Gelände und ist von Anfang an als Übergangslösung gedacht.

Gründung des (polnischen) Gesangvereins Julius Slowacki.

1910/11

Dahlhausen hat rd. 11.000 Einwohner. Die Männer sind in der Überzahl, es herrscht Frauenmangel (etwa 6.000 männl., aber nur 5.000 weibl. Einwohner). Knapp 15 % der Dahlhauser Einwohner sind Zuwanderer aus Polen und Masuren.

In Dahlhausen gibt es 7 Schulen mit 48 Klassenräumen, einer Turnhalle, einer Kochschule, einem Zeichensaal und einem Brausebad. In den ev. Schulen sind die Geschlechter vereinigt, in den kath. Schulen nur in den unteren Klassen. Es werden rd. 2.300 Kinder unterrichtet.

In Linden-Dahlhausen gibt es zwei Krankenhäuser mit über 300 Betten, 4 Ärzten und 18 Schwestern sowie 2 Apotheken, eine Tuberkulose-Station, zwei Postanstalten, eine Sparkasse, eine Amtsbibliothek, einen Schlachthof.

Neben den Zechen (Dahlhauser Tiefbau: 1095 Personen Belegschaft) sind die Steinfabrik Dr. C. Otto mit 650 und das Stahl- und Eisenwerk mit 380 Arbeitern die größten Dahlhauser Arbeitsstätten.

Im Bahnhof werden täglich über 2.000 Wagons zu Güterzügen zusammen gestellt. 42 Personenzüge fahren täglich von Dahlhausen nach vier verschiedenen Richtungen.

1912

Die ev. Lutherkirche wird nach 1½-jähriger Bauzeit fertig gestellt.

Tod des Bergmanns, Arbeiterführers und Heimatdichters Heinrich Kämpchen (*1847).

1914

Gründung des Polinnenvereins Wanda.

1915

Zwischen Bahnhof und Post wird die seit 1870 bestehende Güterverkehrsstrecke nach Laer höher gelegt. Es entstehen die Eisenbahnbrücke und der meterhohe Bahndamm, die von nun an fast 70 Jahre lang Unterdahlhausen in Dahlhausen vor und Dahlhausen hinter dem Bahndamm teilen.

1916

Als Ersatz für das alte Bahnhofsgebäude von 1874 wird ein neuer Bahnhof errichtet und mitten im 1. Weltkrieg feierlich eröffnet.

In der Falkeschule wird eine Kriegsküche für Bedürftige eingerichtet. Pro Monat werden zwischen 10.000 und 16.000 Portionen ausgeteilt.

1917

Der erste Personenzug auf der Strecke von Essen nach Hagen hält in Dahlhausen.

1921

Die Gemeinden Linden und Dahlhausen schließen sich zu einer Großgemeinde zusammen.

1923

Von der Besetzung des Ruhrgebietes durch die Franzosen ist auch Dahlhausen betroffen. Das Gelände der Ruhrtalbahn und ein Streifen von 200 m beiderseits der Bahnanlagen wird zum Sperrgebiet erklärt, das von 8 Uhr abends bis 5.30 Uhr morgens nicht betreten werden darf. "Die Posten und Patruillen haben Anweisung erhalten, auf alle Personen zu schießen, welche nicht auf den ersten Anruf mit erhobenen Händen stehen bleiben."

1925

Gründung der Firma Josef Riester an der Dr.-C.-Otto-Straße.

 


 

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