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Bahnhof Dahlhausen

 

2 in One


spielten am Samstag, den 24.03.2007
im historischen Bahnhof

 

Coverband bot Rockmusik von gestern und heute

 

 

 

 

Dahlhausen. Two in One heißt die Musikgruppe, die am Samstagabend im Dahlhauser Bahnhof ihr Gastspiel gab. Zwei Veranstaltungen zu einem Termin, könnte man den Gruppennamen frei übersetzen. Denn zur gleichen Zeit kickten Ballack und Co. in Prag um die EM-Qualifikation. Keine Frage, wem die Gunst der Bürger galt. Weniger als 50 Besucher hatten den Weg zum Rockkonzert im historischen Dahlhauser Bahnhof gefunden. „Wenn wir einen Flamenco-Abend oder eine Dichterlesung angeboten hätten, wäre vermutlich der Fußball keine Konkurrenz für uns gewesen“, haderte Joachim Berndt von Pro Dahlhausen mit der Terminüberschneidung.

Traurig braucht er dennoch nicht zu sein, denn die, die gekommen waren, genossen die Mischung aus alten Balladen und flotten Stücken. „Dave is on the Road again“ und „California Dreaming“ machten den stimmungsvollen Anfang. Der Querflötenspieler in der siebenköpfigen Ruhrgebietsgruppe war allein schon das Eintrittsgeld wert. Später, als Stücke aus der Rocky-Horror-Picture-Show geboten wurden, ging die Post richtig ab. Die Tänzer unter den Gästen freuten sich über den schwachen Besuch. Sie hatten auf der Tanzfläche genug Platz und konnten sich nach Herzenslust austoben.

Dennoch, etwas mehr Zuspruch hätte die Rockgruppe mit ihren musikalischen Leckerbissen und natürlich auch Pro Dahlhausen als Veranstalter schon verdient. Denn die Organisation und die Bewirtung mit leckeren Schnittchen und frisch gezapftem Pils ließen keine Wünsche offen.

Lediglich das leidige Toilettenthema drückte etwas die Stimmung. Wieder einmal war die Toilettenanlage im Bahnhof nicht betriebsbereit. Dafür stand ein trister Wellblechtoilettenwagen vor der Tür. Vor der Kulisse des fein heraus geputzten Bahnhofsgebäudes empfanden die Besucher den wenig einladenden WC-Wagen eher als Stilbruch. Einer sprach aus, was vermutlich viele dachten: „Wie lange müssen wir mit diesem Provisorium noch leben?“


Text & Fotos: Hartmut Claes/WAZ
Mit freundlicher Genehmigung der
WAZ-Stadtteilredaktion Bochum.
 


 

 

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