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Dahlhausen. Two
in One heißt die Musikgruppe, die am Samstagabend im Dahlhauser Bahnhof ihr
Gastspiel gab. Zwei Veranstaltungen zu einem Termin, könnte man den Gruppennamen
frei übersetzen. Denn zur gleichen Zeit kickten Ballack und Co. in Prag um die
EM-Qualifikation. Keine Frage, wem die Gunst der Bürger galt.
Weniger
als 50 Besucher hatten den Weg zum Rockkonzert im historischen Dahlhauser
Bahnhof gefunden. „Wenn wir einen Flamenco-Abend oder eine Dichterlesung
angeboten hätten, wäre vermutlich der Fußball keine Konkurrenz für uns gewesen“,
haderte Joachim Berndt von Pro Dahlhausen mit der Terminüberschneidung.
Traurig braucht er dennoch
nicht zu sein, denn die, die gekommen waren, genossen die Mischung aus alten
Balladen und flotten Stücken. „Dave is on the Road again“
und
„California Dreaming“ machten den stimmungsvollen Anfang. Der Querflötenspieler
in der siebenköpfigen Ruhrgebietsgruppe war allein schon das Eintrittsgeld wert.
Später, als Stücke aus der Rocky-Horror-Picture-Show geboten wurden, ging die
Post richtig ab. Die Tänzer unter den Gästen freuten sich über den schwachen
Besuch. Sie hatten auf der Tanzfläche genug Platz und konnten sich nach
Herzenslust austoben.
Dennoch,
etwas mehr Zuspruch hätte die Rockgruppe mit ihren musikalischen Leckerbissen
und natürlich auch Pro Dahlhausen als Veranstalter schon verdient. Denn die
Organisation und die Bewirtung mit leckeren Schnittchen und frisch gezapftem
Pils ließen keine Wünsche offen.
Lediglich das leidige
Toilettenthema drückte etwas
die Stimmung. Wieder einmal war die Toilettenanlage im Bahnhof nicht
betriebsbereit. Dafür stand ein trister Wellblechtoilettenwagen vor der Tür. Vor
der Kulisse des fein heraus geputzten Bahnhofsgebäudes empfanden die Besucher
den wenig einladenden WC-Wagen eher als Stilbruch. Einer sprach aus, was
vermutlich viele dachten: „Wie lange müssen wir mit diesem Provisorium noch
leben?“
Text & Fotos: Hartmut Claes/WAZ
Mit freundlicher Genehmigung der
WAZ-Stadtteilredaktion Bochum.
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