
Gesundheitsmarkt wurde
Opfer des Regenwetters
Dahlhausen. Zum dritten Mal fand der Dahlhauser
Gesundheitsmarkt vor der Kulisse des historischen Bahnhofs statt. Anders als
in dem Sprichwort "Aller guten Dinge sind drei" brachte die Zahl drei dem
Veranstalter Pro Dahlhausen diesmal kein Glück. Der Wind trieb immer wieder
dunkle Wolken durch das Ruhrtal und pünktlich um 14 Uhr zum Auftakt des
Marktes öffnete Petrus die Schleusen und wolkenbruchartiger Regen ergoss
sich über den Bahnhofsvorplatz.
Einige
angemeldete Teilnehmer hatten das wohl vorausgesehen und sagten deshalb
kurzfristig ihr Kommen ab. So blieben ganze sieben Infostände übrig, die
sich auf dem großen Platz etwas verloren. Entsprechend klein war dann auch
das Interesse der Bürger. "Die ganze Nation spricht von übergewichtigen
Deutschen, Minister sagen der Fettleibigkeit den Kampf an und dann der
schwache Zuspruch", zeigte sich Joachim Berndt von Pro Dahlhausen etwas
enttäuscht. Vielleicht hatte er auch die Rechnung ohne den Fußball gemacht.
Denn der regierte Samstagnachmittag das ganze Ruhrgebiet und sorgte für
leere Straßen.
Dennoch
kamen einige Besucher, die sich über Ernährung, Bewegung und Entspannung im
Stadtteil informieren konnten.
Thomas
Lingnau-Konincks klärte als Berufsbetreuer über Vorsorgevollmachten und
Patientenverfügungen auf. Neben ihm hatte die Yoga-Schule "Zeitfrei" ihren
Stand aufgebaut. Für fünf Euro konnte man sich eine
Viertelstunde lang mit einer Thai-Massage verwöhnen lassen. Die Bäckerei
Naber-Schüren stellte Biobackwaren vor, die auch bei
Lactoseunverträglichkeit geeignet sind. Auch am Stand von Pro Dahlhausen gab
es Beispiele für gesunde Ernährung. Dorothea Thiel und Joachim Walther
präsentierten Wurstwaren wie zu Großmutters Zeiten, ganz ohne
Konservierungsstoffe. Patienten mit Ganzkörperschmerzen fanden am Stand von
Rosemarie Gwosdz (Fibromyalgie-Liga e.V.) eine kundige Ansprechpartnerin.
Neben dem
schlechten Wetter trübte auch einmal mehr der triste Zustand des Dahlhauser
Bahnhofs die Stimmung. Einbruchsspuren, offene Fenster,
Graffiti-Schmierereien und jede Menge Müll hinter dem Dahlhauser
Aushängeschild sorgten für eine spontane Ortsbegehung von Polizei und
Ordnungsamt. "So kann es nicht weiter gehen" lautete die einhellige Meinung
der Ordnungshüter. Viele enttäuschte Dahlhauser Bürger werden ihnen Recht
geben.
Text & Fotos: Hartmut Claes
Mit freundlicher Genehmigung der
WAZ-Stadtteilredaktion Bochum.