|
1997 entstand die Idee, auf dem Bahnhofsvorplatz des einstmals wunderschön
angelegten Grünfeldes eine neue Bepflanzung durchzuführen. Was lag dabei
näher, als am Ort der berühmten Eisenbahn-Museums der neuen Bepflanzung die Form
eines Eisenbahn-Rades zu geben, natürlich mit Speichen!
Natürlich wollten wir das Blumen-Rad schön in der Mitte des Feldes anlegen.
Das aber war ein Problem, denn durch das Grüngelände führt seit Jahren ein
Trampelpfad, der den eiligen Berufstätigen die Verbindung von Straßenbahn und
S-Bahn verkürzte. Sollten wir riskieren, dass die Menschen durch unsere Pflanzen
rannten oder sich wegen des neuen Umwegs über unsere Pflanz-Aktion ärgern,
anstatt sich daran erfreuen zu können?
Wir griffen also zu einer drastischen Änderung des Vorhabens: Wir teilten das
Rad! Zwei halbe Blumen-Räder also, die sich aber optisch deutlich zu einem
Ganzen fügten. Der Weg blieb frei und die Leute gingen fröhlich zwischen den
Blumen durch.
Gesagt, getan. Fleißige Hände entwarfen das Rad, gruben, pflanzten, harkten
und gossen die neuen Stiefmütterchen: In ROT das Rad und WEISS die Speichen. Um
das Ganze dann von oben fotografieren zu können, waren Kletterkünste gefragt.

Es hat allen Spaß gemacht und das halbe Rad war lange noch sichtbar.
Der Clou des geteilten blumigen Eisenbahn-Rades war durchaus beabsichtigt:
Denn wir erhielten dadurch ein Symbol des Unfertigen, passend zu Dahlhausen. Das
fügte sich gut in unserer Vereinsaufgabe, nämlich mitzuhelfen, den Stadtteil als
Ganzes, als Dorf, als wirtschaftlich funktionierende Einheit, zu erhalten und
nach Kräften weiterzuentwickeln.
Wir nahmen uns vor, das Blumen-Rad später neu zu pflanzen und erst dann zu
vollenden, wenn der Bahnhofsvorplatz nicht mehr am Rande von Dahlhausen läge,
sondern durch Neubebauungen in die Mitte gerückt sein wird. Vielleicht hilft uns
ja die Politik, dies eines Tages dauerhaft umzusetzen:
Ein Blumen-Rad auf dem Bahnhofsvorplatz, nachempfunden einem Einsenbahn-Rad.
Wenn die ersten Pläne gemacht werden, wollen wir daran erinnern.
|