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12. Dahlhauser Weihnachtsmarkt

 


 

Dahlhausen. Das Dutzend ist geschafft. Bereits zum zwölften Mal fand vor der eindrucksvollen Kulisse des historischen Bahnhofs der Weihnachtsmarkt unter der Federführung von PRO Dahlhausen statt. Anders als im letzten Jahr, als Schneematsch auf dem Bahnhofsvorplatz für nasse Füße sorgte, meinte es Petrus diesmal zunächst gut mit den Ausstellern. Fast frühlingshafte Temperaturen lockten gleich zum Auftakt einige Hundert Besucher nach Dahlhausen.  Bei Sonnenschein schlenderten sie über den familiär anmutenden Markt, der eine bunte Palette von feinen Holzschnitzereien und handgefertigten Dekoartikeln bis Glühwein und Hausmannskost zu bieten hatte.

 

Christine und Wolfgang Fünfstück wussten, weshalb am Sonntag ihre Küche kalt blieb. Seit mehreren Jahren gehört der Bummel über den Dahlhauser Weihnachtsmarkt zum festen Programm im Advent. Und wie jedes Jahr steuerten sie auch diesmal wieder zielgerichtet auf den Imbissstand vom Knappenverein „Schlägel und Eisen“ zu. Die schon zur Legende gewordene Püttmannpfanne hat es dem Ehepaar angetan. „Bratkartoffeln mit Speck und Gurke, mehr braucht man gar nicht“, findet Wolfgang Fünfstück, der selbst viele Jahre als Bergmann auf der Weitmarer Zeche Prinz Regent gearbeitet hatte.  Und seine Frau Christine weiß „solch ein Aroma bekommt man zu Hause in einer kleinen Pfanne nie hin“.

 

 Nicht nur das Aroma, auch die Atmosphäre des Weihnachtsmarktes sucht ihresgleichen. Unter den 50 Ausstellern fanden sich ausschließlich Anbieter aus Linden und Dahlhausen. Schulen, Kindergärten, Vereine, Pfadfinder, islamische Gemeinde, Altenzentrum und andere Akteure sorgten für viel Lokalkolorit. Selbst die Tannenbäume, die den Weihnachtsmarkt schmückten, kamen aus dem Stadtbezirk. Noch wenige Tage vor dem ersten Advent hatte Rosemarie Holler, stellvertretende Vorsitzende von PRO Dahlhausen, überhaupt keinen Grünschmuck. In ihrer Not wandte sie sich an die WAZ-Stadtteilredaktion. Ein Aufruf in der Presse brachte ein überwältigendes Echo. „Ich habe mehr als 80 Anrufe und 36 Emails erhalten. Drei wunderbare Tannenbäume hat die Freiwillige Feuerwehr abgeholt und vor dem Bahnhof aufgebaut“, freut sich Rosemarie Holler.

 

Zu den jährlich wiederkehrenden Höhepunkten des Marktes zählt stets das Anzünden der Weihnachtsbeleuchtung. Punkt 17 Uhr wird der Schalter umgelegt. „Jedes Jahr die gleiche bange Frage: Brennt es, ja oder nein?“, beschreibt Joachim Berndt die Spannung. „Denn wenn jemand ein Waffeleisen zuviel angeschlossen hat, kann es schon mal Probleme in einem Stromkreis geben“, weiß der PRO Dahlhausen-Vorsitzende. Obwohl zwischenzeitlich der Regen eingesetzt hatte und der Wind heftig blies, wurden keine nennenswerten Störungen gemeldet. Die Besucher hätten sich auch kaum irritieren lassen. Sie waren schon längst zum gemütlichen Teil in den gut besuchten Gastronomiezelten übergegangen.

 

Text & Fotos: Hartmut Claes
Mit freundlicher Genehmigung der
WAZ-Stadtteilredaktion Bochum.

 

 

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