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Dahlhausen. Die Zahl 13
brachte am Sonntag alles andere als Glück. Zum dreizehnten mal fand der
Weihnachtsmarkt vor der malerischen Kulisse des Dahlhauser Bahnhofs statt und
Petrus hatte überhaupt kein Erbarmen mit den Veranstaltern und Besuchern.
Immer
wieder trieb der Wind mit großer Wucht dunkle Wolken durch das Ruhrtal.
Strömender Regen ergoss sich von morgens bis abends auf den Bahnhofsvorplatz.
„Hinzu kam noch, dass wir frühzeitig von der Feuerwehr gewarnt wurden, weil den
ganzen Tag über Sturmalarm bestand“, berichtete Joachim Walter vom
veranstaltenden Verein Pro Dahlhausen und deutete an, in welcher Zwickmühle sich
die Organisatoren befanden.
Es war gut, dass sie den Markt
trotz der Wetterunbilden durchführten, denn der Zuspruch der Besucher war
dennoch erfreulich gut.
Zwar
gab es weniger Laufkundschaft als sonst, dafür waren aber die Gastronomiezelte
von Knappenverein, DLRG oder LDKC brechend voll. Auch die Pfadfinder von St.
Engelbert brauchten sich über mangelnden Zuspruch nicht zu beschweren. In ihrem
Zelt gab es ein wärmendes Lagerfeuer und dazu zünftiges Stockbrot.
Geöffnet
war auch die Schalterhalle des Bahnhofs. Hier sorgten die Köllerholzspatzen mit
einer Mischung aus Weihnachts- und Seemannsliedern für gute Stimmung. Ihnen
folgte der Kinderchor der Kirchengemeinde St. Engelbert, bevor Schüler der
Musikschule Linden Instrumentalmusik darboten. Den Abschluss des Beiprogramms
bildete der Auftritt der Blechblasgruppe des Musikcorps Grün-Weiß-Dahlhausen.
Während
in der Schalterhalle mehrere Gasöfen für Gemütlichkeit sorgten, wärmten sich in
den Verkaufsständen die Mitarbeiter an ihren Punsch- und Glühweintassen.
Tristesse
war trotz des Regentiefs nicht zu spüren. Im Gegenteil, im Zelt des
Naturfreundevereins war niemand zart besaitet. Hier herrschte ausgelassene
Freude. Überhaupt sah man viele freundliche Gesichter hinter den liebevoll
hergerichteten Verkaufstheken. Ein Indiz dafür, dass Aussteller wie Besucher den
kleinen familiären Markt in den dreizehn Jahren seines Bestehens in ihr Herz
geschlossen haben. 
Auf dem
Weihnachtsmarkt wurde auch der neueste Kalender von Günter Holland verkauft. Der
Fotograf und Feuerwehrmann präsentiert alte und neue Motive aus Dahlhausen.
Insbesondere bei den historischen Fotos kann er aus einem reichen Fundus
schöpfen. Wer zu Weihnachten noch ein originelles Geschenk sucht, erreicht
Günter Holland unter Tel. 490417.
Am Rande des Weihnachtsmarktes
wurde auch bekannt, dass die Stadt Bochum nun die Schlüsselgewalt über das
Bahnhofsgebäude zurück bekommen hat. Die Wasserversorgung funktioniert wieder
und damit ist dann zukünftig auch das leidige Toilettenthema erledigt.
Text & Fotos: Hartmut Claes
Mit freundlicher Genehmigung der
WAZ-Stadtteilredaktion Bochum.
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