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Dahlhausen. Anlässlich
des Weltkindertages stand vor dem Dahlhauser Bahnhof ein schmuckes Zelt, in dem
sich Kinder etwas wünschen durften, um dann die Wünsche per Luftballon in
Richtung Himmel zu schicken. Vermutlich waren die Organisatoren des Vereins Pro
Dahlhausen die ersten, die das Zelt aufsuchten. Denn ihr Wunsch nach einem
regenfreien Tag wurde mit echtem Kaiserwetter beantwortet.
Es waren genau die richtigen
Bedingungen, um sich dem neuen Besitzer des Bahnhofs, dem Verein „pro
Kulturgut.net“ eindrucksvoll zu präsentieren. Dessen Vorsitzender Reinhard
Kreckel betonte in einem Interview mit Joachim Berndt von „Pro Dahlhausen“, dass
er die bisherige Kulturarbeit In Dahlhausen sehr schätzt und in gemeinsamen
Planungsgesprächen die traditionellen Angebote wie Wochenmarkt,
Musikveranstaltungen und Weihnachtsmarkt mit einbeziehen möchte.
Die angekündigte gemeinsame
Marschrichtung wird auch den anwesenden Lokalpolitikern gefallen haben. So
konnte dann eine zufriedene Bezirksbürgermeisterin Doris Erdmann den Weltkinder
eröffnen.
Doris Erdmann erinnerte daran,
dass der Weltkindertag vor 55 Jahren von den Vereinten Nationen eingeführt wurde
und heute in 130 Ländern regelmäßig gefeiert wird. Der Tag soll bewusst machen,
dass alle Kinder Rechte haben, weder Hunger noch Durst leiden dürfen, gute
Bildungschancen bekommen und mit Achtung begegnet werden.
20 Organisationen und Initiativen hatten ihre Stände auf dem weiten
Bahnhofsvorplatz aufgebaut. Aus aktuellem Anlass hatte der Bochumer
Bauunternehmer Heinz Buschkamp seine Teilnahme zugesagt. Er ist mit den
Straßenbauarbeiten für den Dahlhauser Kreisel vor dem Bahnhof beschäftigt. Was
er für die Kinder dabei hatte, ließ große und kleine Herzen höher schlagen. Auf
einem abgesperrten Platz duften sich Kinder unter fachkundiger Anleitung als
Baggerfahrer üben. Kein Wunder, dass die Schlange der neugierigen
Nachwuchsbaggerführer endlos lang erschien. Der Knappenverein Schlegel und
Eisen war auch wieder mit dabei und hatte sich etwas ganz Originelles einfallen
lassen. Ein 12 Meter langes schwarzes Tunnelzelt stellte einen dunklen Stollen
dar, der von den Kindern kriechend durchschritten werden konnte. Ganz stilecht
saß vor dem Zelt ein Knappe, der sichtlich seinen Spaß hatte, wenn er die Kinder
mit dem Bimmeln einer echten Grubenglocke in den Stollen schicken konnte.
Erstmals dabei war auch die
gemeinnützige GmbH Outlaw, die den Kindergarten „St. Michael“ in Dahlhausen
übernommen hat. Auf der Bühne in und vor dem Bahnhof wurde ein buntes
Unterhaltungsprogramm geboten. Den Auftakt in der Schalterhalle machte die
elfjährige Pianistin Sonja Konincks. Danach ging es auf der großen Bühne mit den
Cheerleadern „TTC Tigers“ weiter. Auch wenn die Tontechnik versagte, die
Choreographie passte. Die Stimmung der nachfolgenden Gruppen von der islamischen
Gemeinde und der Ruhrlandbühne wurde dadurch nicht getrübt.
Hartmut Claes,
22. September 2009
Mit freundlicher Genehmigung der
WAZ-Stadtteilredaktion Bochum.
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